1. – 12. Tag

Zwölf Tage sind nach meinem Aufbruchslagerfeuer vergangen. Seither sind wir unterwegs und es ist einfach nur AMAZING – Landschaften, wunderbare Begegnungen, hilfsbereite Menschen und überall wo wir hinkommen, richtet sich das Augenmerk der Menschen auf Machika und ihren orangen Rucksack. Wir werden von allen Seiten verwöhnt und genießen gemeinsam unsere Tour ohne Ende.

Zu Beginn machten wir noch öfters Pausen, da Machika noch hinkte, aufgrund einer vorherigen Verletzung. Mittlerweile ist der Fuß aber gut verheilt und wir genießen genau in diesem Moment, nach einer Fast durchlaufenen Nacht unsere wohlverdiente Pause in einer kleinen Bergkirche St. Michael in Büsingen, die so unbeschreiblich schön ist, dass mir die Worte fehlen.

Wir wurden hier mit offenen Händen aufgenommen. Ich bin endlich wiedermal geduscht und die Akkus wurden geladen. Vor allem meine Füße genießen diese kleine Auszeit mitten in der Stille des Kirchgartens und finden nun endlich Zeit meine bisherige Reise Revue passieren zu lassen und die wunderbaren Erlebnisse niederzuschreiben.


Tag 1 / Dornbirn

Verlängerung an der Dornbirner Ach und um nochmal meinen Lieblingsplatz im engen Kreis zu genießen.


Tag 2 / Dornbirn – Wolfurt

Nachdem ich mich beim Vorbeilaufen noch von meinen Freunden, Schwester und Eltern verabschiedete, wurde es immer später, sodass ich die Nacht bei meinen Eltern im Schrebergarten genoss und früh morgens mit einem Sektfrühstück überrascht wurde.


Tag 3 / Wolfurt – Lochau

Eine wunderschöne Begegnung mit einem Paar aus Dornbirn, wo mich eine liebe Frau auf die Stirn segnete und mir sagte, sie würde jeden Morgen eine Segnung für mich machen.

Zufälligerweise traf ich am See noch eine ganz liebe Freundin von der ich mich noch wahnsinnig gerne verabschiedete.
Später kamen mich meine Freunde besuchen.


Tag 4 + 5 / Lochau – Hörbranz

Machika hinkte noch und deshalb blieben wir gleich zwei Nächte bei meinem Freund Walter, der uns noch mit einem wunderbaren Essen verwöhnte und sein Garten spricht einfach Bände. Ist eine einzigartige Augenweide mit verschiedenen Skulpturen und Kunstwerken. Schon damals als wir um den Bodensee liefen, wurde hier unser Endest gefeiert, deshalb freut es mich sehr beim Start auch bei Walter vorbeigegangen zu sein und seine überaus große Gastfreundschaft genossen zu haben.

Meine Freundin Irina brachte mir extra noch eine selbstgemachte Salbe für den Bauch, da mir am Tag nachdem Aufbruchslagerfeuer einen Hund in den Bauch gebissen hat.


Tag 6 / Hörbranz – Schliernsee

Daniel kam nach und wanderte mit mir gemeinsam. Es war wunderschön. Wunderschöne Tage. So schön, dass wir uns wünschten das gemeinsame laufen hört nie auf und wünschen es uns noch immer.

Wir wanderten nicht direkt am See, sondern im Hinterland vom Bodensee. Unbeschreiblich schön. Wir kamen an einsamen kleinen Seen wie der Mittelsee und der Degernsee vorbei. Wir übernachteten schlussendlich auf einem kleinen Hügel am Schliernsee und hatten sogar Aussicht auf zwei Seen.


Tag 7 / Tettnang

Hier übernachteten wir, dank dem Pfarrer, hinter der Kirche. Daniel war Nachts noch auf einer Single-Party und ich schlief müde ein. Am nächsten Tag, wollte Daniel noch ausschlafen und ich ging daweil fein frühstücken. Als ich zurückkam, was für ein Traum, war unser ganzer Schlafplatz aufgeräumt – Chaoes beseitigt, Müll entsorgt und Zelt eingepackt. Mega cool. Daniel wurde mit einem Frühstück vom Pfarrer unsanft geweckt, der sich sehr wunderte, dass wir überhaupt so spät noch da waren.


Tag 8 / Friedrichshafen – Reichenau

Schon wieder wurde ich verwöhnt ohne Ende. Ein Mann auf dem Schiff, drückte mir für eine Übernachtung, einfach 50 Euro in die Hand und auf der Winderbahn-Insel wurden wir von Daniels Eltern noch zu einem Abendessen eingeladen. Anschließend besuchten wir noch im Restaurant „Bütezettel“, Freunde von Daniel. Wir machten Party und hatten Spaß und schliefen einfach direkt vor dem Restaurant ein.


Tag 9 / Pause

Am nächsten Morgen kamen wir gerade noch pünktlich zu unserer Überfahrt nach Allensbach, mit einem privaten Schiff, welches von Kai extra organisiert wurde.

Dort wurden wir von Daniels Eltern zu einem mega feinem Frühstück eingeladen wurden und dann kam auch schon Desi – Yippie!

Wir ließen es uns so richtig gut gehen. Waren fein Essen, waren am See und genossen unseren Tag. Desi kam mit dem VW Bus und wir konnten zum ersten mal das Himmelbett meines Busses genießen (zumindest ich konnte es genießen, Desi konnte wegen meines lauten Schnarchens die ganze Nacht nicht schlafen)

Der Platz war Amazing. Auf einem kleinen Berg mit Blick auf den Untersee. Wunderschön. Endlich hatten wir mal etwas Zeit für uns allein. Es war wunderschön, wenn gleich der Abschied auch schwer fiel. Am nächsten Morgen wurden wir unsanft aus dem Schlaf geweckt. Da wir uns im Naturschutzgebiet befanden (was wir natürlich nicht wussten) mit dem VW Bus. Gott sei dank erst am nächsten Tag, so konnten wir den Abend noch genießen.


Tag 10 / Radolfzell

Wie so oft hatte ich bei der Routenwahl Entscheidungsschwierigkeiten. Entschloss mich aber vorerst für den Schwarzwald und wollte daher nach Singen wandern. Die Erdbeer-Verkäuferin am Straßenrand, schreckte mich als erstens ab und meinte, als ich sie nach dem Weg fragte, dass der Weg ständig an Autobahnen verläuft und überhaupt nicht schön wäre und ich solle doch lieber in der Schweiz nach Basel laufen. Ich geriet ins Wanken.
Ging danach auch in Singen in ein Reisebüro. Auch dort riet man mir nach Basel zu gehen. Ich blieb aber beim Schwarzwald und lief weiterhin nach Singen.

Mir ging es abgesehen, von einer wunderbaren Begegnung mit einem Menschen, der in Turkmenistan Deutsch unterrichtet und mir einfach sein Brot schenkte, nicht so gut. Es war heiß und das ständige überlegen, ob es so richtig war, strengte mich maßlos an. Ich konnte nicht mehr. Immer diese Entscheidungsschwierigkeiten.  Ich überlegte hin und her und versuchte in meinem Handy zu recherchieren, aber die Akkus waren leer. Es wurde später und später und der Weg wollte nicht enden. Ich lief und lief, doch es war keine Möglichkeit gegeben, mein Handy zu laden.

Der erste Tag alleine am Laufen und so anstrengend, dachte ich mir. Zu guter Letzt fand ich ein Motel, wo ich mein Handy laden und sogar einen Computer für Recherchen nutzen konnte. Allerdings war ich erst um 21:00 Uhr dort.  Als ich fertig war, beziehungsweise das Motel geschlossen hat und ich mir immer noch nicht sicher war, recherchierte, Gott sei Dank, einen Freund für mich weiter und meinte auch ich solle nach Basel über die Schweiz, statt über den Schwarzwald. So kam es, dass ich erst um 23:00 Uhr aus dem Motel kam, aus der Stadt laufen musste, die sich ewig hinzog und nirgends einen Platz fürs Zelt fand. Dann kam ein sehr dunkler und Dichter Wald.

Hier wollte ich nachts nicht bleiben und lief immer weiter und war auch etwas beunruhigt, ängstlich und fühlte mich in diesem Wald überhaupt nicht wohl. Bis ich aus dem Wald kam, war es bereits 3:00 Uhr morgens. Ich kam in ein Dorf. Legte mich auf meine Isomatte direkt vor das Gemeindehaus. Stellte den Wecker frühgenug, sodass mich niemand sehen konnte und kam hundsmüde endlich zum Schlafen.


Tag 11 / Büsingen

Nach zwei Stunden Schlaf brach ich auf und fand sogar ein Hotel, indem ich Kaffee trinken konnte. Die Bedienung bot mir freundlicherweise sogar noch eine Dusche an.

Und dann lief ich los. Der Weg wurde immer schöner und ich wusste es war genau die richtige Entscheidung über Basel zu gehen. Schon von weitem sah ich eine Kirche auf einem Berg und darunter die wunderschönen Kornfelder mit Mohnblumen, die ich so sehr liebe. Ich bin überwältigt von diesem wunderschönen Anblick, überhaupt nicht in Worte zu fassen.

Nach dieser Nacht durchlaufen und nur zwei Stunden Schlaf, wollte ich vormittags eine Rast machen. Ich saß mich an die Kirchenmauer und fühlte mich so wohl an diesem Platz, vor der unterschiedlich farbenumringter Mauer, dass ich den Herrn der gerade vorbei lief, an dieser wunderschönen Bergkirche, nach dem Pfarrer fragte. Es war der Mann, der hier nach dem rechten sah, aber er sagte ich könne gerne bleiben, ich sei herzlich willkommen und dass tue ich gerade und genieße die unendliche Ruhe in dieser kleinen Kirche auf diesem wunderschönen Berg.

Ich konnte duschen und wurde herzlich aufgenommen. Danach kamen dann der Pfarrer und wunderbare Menschen. Ich nahm an einer goldenen Hochzeit teil, bekam Sekt zum trinken und durfte noch händisch die Kirchenglocken läuten. Ich sitze hier und bin einfach nur glücklich und zufrieden und unendlich dankbar hier zu sein auf dieser Erde, an diesem Platz und danke mir und Gott und allen Menschen, die mich so unterstütz haben.

Der erste Tag alleine am Laufen und so anstrengend, dachte ich mir. Zu guter Letzt fand ich ein Motel, wo ich mein Handy laden und sogar einen Computer für Recherchen nutzen konnte. Allerdings war ich erst um 21:00 Uhr dort. Als ich fertig war, beziehungsweise das Motel geschlossen hat und ich mir immer noch nicht sicher war, recherchierte, Gott sei Dank, einen Freund für mich weiter und meinte auch ich solle nach Basel über die Schweiz, statt über den Schwarzwald. So kam es, dass ich erst um 23:00 Uhr aus dem Motel kam, aus der Stadt laufen musste, die sich ewig hinzog und nirgends einen Platz fürs Zelt fand. Dann kam ein sehr dunkler und Dichter Wald.


Tag 12. / Begrüßung in der Schweiz

Wahnsinns Begrüßung in der Schweiz. Kurz vor Schaffhausen spricht mich eine wunderbare Frau, namens Monika an, ob ich nicht einen Kaffee möchte und zu ihnen sitzen wolle. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Ich und Monika, Michelino (Motorradfahrer Pärchen, Indienfahrer) und Erwin saßen am Tisch und wir hatten wundervolle Gespräche.

Und ich wurde reich beschenkt. Was für eine Begrüßung in der Schweiz wo mich jeder vorwarnte, Wahnsinn.
Ich bin zu tiefst berührt von der Offenheit, Lebensfreude und Wärme dieser Menschen.

Wir bekamen noch Reisegeld für unser Budget und sogar für das nächste essen ca. 15 km entfernt an einen Campingplatz den Monikas Bruder gehört, wurde ich von Monika eingeladen.

Ich danke von ganzen herzen für die Geschenke und die tollen Gespräche. 

Ich hoffe wir sehen uns irgendwann mal wieder.

Was für ein Tag…

Jetzt sitz ich im Schwimmbad wegen dem WLAN um den Blog zu schreiben und bekomme einen Salat vom Bademeister, namens Lucca geschenkt.

Vielen Dank an Gabriel für das erste Bier, welches wirklich mega gut schmeckte.

Danke an Jörg für das Wasser. Ich konnte es noch sehr gut gebrauchen und der jump und das Wellenreiten war echt cool!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.